Wie man beim Ausverkauf nicht zu viel bezahlt – einfache Regeln, die man immer beachten sollte
Jedes Jahr im November – besonders in der zweiten Monatshälfte – beginnt die große Zeit der Rabatte und Sonderaktionen. Mit dem nahenden Weihnachtsfest ändert sich die Stimmung der Verbraucher deutlich. Händler nutzen diesen Moment geschickt aus, um mit „Extra-Rabatten“, „einmaligen Angeboten“ und „Mega-Schnäppchen“ zu locken. Der Höhepunkt dieser Phase sind Black Friday, Black Week und Cyber Monday, wenn sowohl Online- als auch stationäre Geschäfte weltweit mit auffälligen Werbungen um die Aufmerksamkeit der Kunden buhlen.
Doch mitten in diesem Kaufrausch stellt sich eine entscheidende Frage:
Senken die Händler ihre Preise wirklich um Dutzende von Prozenten?
In Wahrheit ist der Ausverkauf ein Spiel zwischen Verkäufer und Käufer. Der Händler will möglichst viel verkaufen, der Kunde hingegen möchte so günstig wie möglich einkaufen. Während der Rabattzeit ist daher besondere Vorsicht geboten. Werbeaussagen über „riesige Preisnachlässe“ sollten immer kritisch geprüft werden.
Je größer der angebliche Rabatt, desto vorsichtiger sollte man sein!
Ein weit verbreiteter Trick besteht darin, den Preis kurz vor Beginn des Ausverkaufs künstlich zu erhöhen, um anschließend spektakuläre „Preissenkungen“ zu präsentieren. Untersuchungen zeigen, dass viele dieser Preisnachlässe in Wirklichkeit gar keine echten Ersparnisse sind.
Eine britische Studie des Magazins Which? („How to avoid fake Black Friday deals“, September 2021) ergab, dass nur rund ein Prozent der angebotenen Produkte während der Rabattsaison tatsächlich günstiger war als zuvor.
Auch in Polen werden Verbraucher immer aufmerksamer. Aktuelle Umfragen zeigen, dass jeder dritte Pole glaubt, online bessere Angebote zu finden als im stationären Handel. Die COVID-19-Pandemie hat diesen Trend noch beschleunigt, da immer mehr Menschen gelernt haben, Preise bequem von zu Hause aus zu vergleichen.
Das ruhige Einkaufen im Internet hilft, impulsive und überteuerte Käufe zu vermeiden – und dieses Verhalten wird wohl dauerhaft bleiben.
Die goldenen Regeln für kluges Einkaufen
- Nicht auf den Prozentsatz fixieren – Die Höhe des Rabatts sagt oft wenig über den tatsächlichen Preis aus.
- Preise vergleichen – Über Suchmaschinen lässt sich leicht prüfen, was das gleiche Produkt in anderen Shops kostet.
- Online prüfen – Onlinehändler bieten aufgrund geringerer Kosten oft niedrigere Preise an.
- Preisentwicklung beobachten – Hat sich der Preis in letzter Zeit geändert? Wurde er vor dem Ausverkauf erhöht?
- Mehrwährungskarten oder digitale Wallets nutzen – Wer direkt in Fremdwährungen bezahlt, spart häufig bei der Umrechnung.
Black Friday 2025 – Was erwartet uns?
Im Jahr 2025 fällt der Black Friday auf den 28. November. Experten erwarten erneut Rekordumsätze: weltweit sollen über 70 Milliarden US-Dollar allein im Onlinehandel umgesetzt werden. Besonders gefragt werden wieder Elektronik, Mode und Haushaltswaren sein.
Doch trotz der verlockenden Angebote gilt:
Das beste Schnäppchen ist nicht immer der größte Rabatt, sondern das, bei dem man wirklich spart.